Wohnungs-Not steigt – Raumdenker2020 Teil 6

Die Wohnungs-Not – besonders in den Großstädten – sollten wir als Faktor für die Nachfrage nach Bürofläche in den nächsten Jahren dringend berücksichtigen. Na, ahnen Sie schon, worauf ich hinaus will ? Bei dem Thema Wohnungs-Not bin ich selber als Unternehmer gespannt auf die Entwicklung im Wohnungsmarkt und stelle mir die Frage: Wird es für uns schwerer neue Mitarbeiter in der Bayrischen Landeshauptstadt zu finden, weil diese hier in München keinen passenden Wohnraum finden ? Meine These vorweg: Ich glaube, dass weniger die Flächeneffizienz die Büroflächen-Nachfrage senken wird, als der fehlende Wohnraum für die Mitarbeiter von morgen. Dies will ich mit diesem neuen Beitrag in meiner Serie „Raumdenker2020“ beleuchten.

wohnungs-not

Steigende Wohnungs-Not ohne zusätzliche Wohnungen

Wenn ich auf die nackten Zahlen in Deutschlands Großstädten schaue, wird es in den nächsten zwei, drei Jahren sehr sehr eng auf dem Wohnungsmarkt. Leer stehende Wohnungen gibt es in Berlin, München, Hamburg und Co. praktisch nicht mehr.  Diese deutschen Großstädte können zukünftig nur noch neue Mitbürger aufnehmen, wenn zusätzliche neue Wohnungen gebaut werden. Aus verschiedenen Gründen, wie z.B. Grundstücksknappheit, Überlastung der Genehmigungsbehörden und Mitarbeiterengpässe kann die deutsche Wohnungswirtschaft nicht in dem Maße Wohnungen liefern, wie es für ein weiteres Wachstum der Städte notwendig scheint. Da braucht es also andere Lösungen.

Steigendes Pendleraufkommen gegen Wohnungs-Not in Großstädten ?

Die Attraktivität und Vergütung des Arbeitens in den Großstädten werden von den Beschäftigten schon seit langem spätestens in der „Familienphase“ gut vereinbart mit dem Wohnen in Umlandgemeinden außerhalb der Zentren. Gut ausgebaute Regional- bzw. S-Bahn-Anbindungen sowie Autobahnen und Bundesstrassen liessen das Pendleraufkommen zwischen den „Speckgürteln“ und den Innenstädten kontinuierlich anwachsen. Laut Statistik stieg der Prozentsatz der Berufspendler 2017 auf fast 60%. Allein aus den Umlandgemeinden rund um Berlin, Hamburg und München pendeln täglich 1 Million Beschäftigte in die Zentren zu ihrem Arbeitsplatz. Nun bleibt immer öfter auch Berufseinsteigern keine andere Wahl. Auch wenn sie sich die Symbiose von Arbeiten und Leben in der Großstadt wünschen, zwingt sie die Wohnungs-Not ihren Lebensmittelpunkt im Umland zu suchen. Wenn es auch dort „eng“ wird, hat das Konsequenzen für die Nachfrage nach Büroflächen.

Steigt die Wohnungsnot, dann sinkt die Büroflächennachfrage

Denn, wenn wir als Unternehmer erleben müssen, dass unsere neuen Mitarbeitern aufgrund der steigenden Wohnungs-Not keine passende „Bleibe“ finden, dann „bleiben oder gehen sie weg“.  Trotz guter Auftragsnachfrage wird das für viele Firmen bedeuten, dass nicht nur Stellen noch länger unbesetzt bleiben. Nein, so mancher Unternehmer wird sich dann die Frage stellen, warum er auf Dauer 100% Bürofläche vorhalten soll, wenn er nur 60-70 % seiner Arbeitsplätze besetzen kann. Oder es müssen neue Lösungen her. Auch hier könnte das „Phänomen Coworking“ Antworten bieten von denen in Zukunft zu reden sein wird.

Lesen sie im nächsten Teil der Reihe Raumdenker2020: „Die Macht der Talente“. Herzliche Grüße von den Immobilienmachern und Raumdenkern der Office Group sendet Ihnen

Markus Menzinger
Geschäftsführender Gesellschafter der Office Group

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1 Comment

  1. Hallo Markus

    sehr gelungene Zusammenfassung der aktuellen Wohnung vs Arbeitsplatz Situation

    neue Visionen braucht das Land und Coworking Konzepte können helfen. dafür gibt es gute Ansätze nur die Unterstützung der Länder und des Bundes fehlt noch komplett

    vg aus dem smartvillage new Work Campus

    Gerd

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